Überblick

Der Etikettensensor esf+1 kombiniert eine Messzykluszeit von nur 150 μs mit einer besonders flachen Bauform für die präzise Positionierung direkt an der Spendekante. Selbst schwer erkennbare Etiketten werden prozesssicher detektiert.

Datenblatt Sensorfamilie

Highlights

  • Flacher Gabelschenkel für die Positionierung nahe der Spendekante
  • Plan ausgeführte Sensorflächen für leichte Reinigung
  • Messzykluszeit ≥ 150 μs für den Einsatz bei hohen Bahngeschwindigkeiten
  • Robustes HighTech-Kunststoffgehäuse mit metallähnlichen Eigenschaften
  • M12-Stecker um 90° schwenkbar flexibel in der Installation
  • Asymmetrischer Montageadapter für zwei Einbaulagen Montage links oder rechts an der Spendekante
  • Einfaches Teach-in mit einem kurzen Tastendruck Etiketten oder Spleiß einlernen
  • IO-Link-Schnittstelle zur Unterstützung des neuen Industriestandards
  • Rezeptverwaltung über IO-Link erneutes Einlernen der Materialien entfällt

Basics

  • Etikettensensor und Spleißsensor im Gabelgehäuse
  • 2 Push-Pull-Schaltausgänge zur Etiketten-/Spleißerkennung und Bahnrissüberwachung
  • 3 LEDs und 1 Taster auf der Oberseite des Gehäuses
  • LinkControl als optionale Hilfe für die Installation und Inbetriebnahme

Der schnellste Ultraschall-Etikettensensor seiner Klasse

Der Ultraschall-Etikettensensor esf+1

tastet berührungslos hochtransparente, reflektierende und metallisierte Etiketten unabhängig von Farbe prozesssicher ab. Dabei können Materialien mit Grammaturen von 20 g/m2 bis 600 g/m2 oder Metall- und Kunststofffolien bis 0,3 mm Dicke erkannt werden. Bei dünnen Etiketten und Trägermaterialien arbeitet der esf+1 mit seiner maximalen Geschwindigkeit in einer Messzykluszeit von ≥ 150 μs.

Der esf+1 ist in zwei Versionen erhältlich:

  • Die Pro-Version erfasst mit 500 kHz zuverlässig alle Standardetiketten bei höchster Schaltfrequenz.
  • Die Expert-Version (Exp) mit 200 kHz ist der Spezialist für schwer erkennbare Etiketten.

Die Pro- und Expert-Version sind baugleich und können untereinander getauscht werden.

Empfehlung: Die Pro-Version ist mit seiner Messzykluszeit von 150 μs die schnellere Variante und sollte immer der Ausgangspunkt bei der Etikettenerkennung sein. Falls Etiketten mit der Pro-Variante nicht erkannt werden, kommt die Expert-Version zum Einsatz.

Montage nah an der Spendekante

Die sehr flache Ausführung des unteren Gabelschenkels ermög­licht ein nahes Positionieren an der Spendekante.

Etikettensensor für die Montage nah an der Spendekante

Einfache Reinigung

Mit seinen planen Sensorflächen am Sender und Empfänger kommt der Sensor ohne Lochblenden und schwer zugängliche Nischen und Vertiefungen aus, in denen sich Verschmutzungen ansammeln könnten.

Schwenkbarer M12-Stecker

Der esf+1 ist mit einem schwenkbaren M12-Stecker für enge Einbauverhältnisse ausgestattet. Damit kann die Anschlussleitung von hinten oder platzsparend von oben zum Sensor geführt werden.

Etikettensensor mit schwenkbarem M12-Stecker

Montageadapter für 2 Einbaulagen

Der asymmetrische Montageadapter lässt sich in 2 Orientierungen aufstecken und erlaubt somit eine optimale Positionierung links und rechts der Spendekante.

  • esf+1-vergleich-text-1052x850.jpg

Präzise Erkennung von Etiketten und Spleißen

Funktionsprinzip des Ultraschall-Etikettensensors

Etiketten mit seinem Trägermaterial (z.B. Folie oder Papier) werden durch die Sensorgabel geführt. Ein Ultraschall-Sender im unteren Gabelschenkel strahlt mit einer schnellen Impulsfolge gegen das Trägermaterial. Die Schallimpulse versetzen das Trägermaterial in Schwingungen, sodass auf der gegenüberliegenden Seite eine stark abgeschwächte Schallwelle abgestrahlt wird. Der Empfänger im oberen Gabelschenkel empfängt diese Schallwelle.

Das Trägermaterial liefert einen anderen Signalpegel als das Etikett. Diesen Signalunterschied wertet der Etikettensensor aus. Die Signalunterschiede zwischen Trägermaterial und Etikett können sehr gering sein. Um eine sichere Detektion zu gewährleisten, wird der Sensor auf das jeweilige Etikett und Trägermaterial eingelernt. Das erfolgt im Teach-in-Prozess.

Funktionsprinzip Etikettenerkennung: Trägermaterial mit Etikett liefert einen abgeschwächten Signalpegel.

Einsatzmöglichkeiten des esf+1

  • Verpackungsmaschinen
  • Etikettiermaschinen
  • Einsatz bei hochtransparenten, reflektierenden und metallisierten Etiketten
  • Spleißerkennung bei Papier-, Kunststoff- oder Metallbahnen
  • Bahnrissüberwachung
  • Zählen von Etiketten

Einfaches Teach-in

Mit einem kurzen Tastendruck lernt der esf+1 Etiketten oder Spleiß ein.

1) Dynamisches Einlernen von Etiketten

Das Trägermaterial mit Etiketten wird bei konstanter Geschwindigkeit durch die Sensorgabel geführt. Der esf+1 erfasst automatisch die Signalpegel der Etiketten sowie der Lücken dazwischen. Diese Methode ist der Standard-Teach-in für Etiketten.

esf+1 zur Etikettenerkennung

2) Teach-in für Spleißerkennung

Das Bahnmaterial wird in der Regel von der Rolle abgewickelt, wobei der Spleiß unzugänglich irgendwo in dieser Rolle liegt. Für diesen Fall lernt der esf+1 als Spleißsensor nur das Bahnmaterial ein. Er erkennt anschließend den Pegelunterschied zur Spleißstelle und gibt ein Schaltsignal aus. 

esf+1 zur Spleißerkennung

Bedienung

Der Teach-in-Vorgang kann wahlweise über den Taster auf der Oberseite des Gehäuses oder über Pin 5 am Gerätestecker durchgeführt werden.

Parametrierung mit LinkControl

Mit LinkControl kann der Etikettensensor und Spleißsensor esf+1 optional parametrisiert werden. Auch können die Messwerte grafisch dargestellt werden. Über den als Zubehör erhältlichen LinkControl-Adapter LCA-2 werden die esf+1 Sensoren mit dem PC verbunden.

IO-Link und Rezeptverwaltung für schnelle Produktwechsel

Der esf+1 ist mit zwei Push-Pull-Schaltausgängen ausgestattet und unterstützt IO-Link in der Version 1.1.5.

Der Sensor verfügt über eine integrierte Rezeptverwaltung über IO-Link. Bis zu 20 verschiedene Etiketten mit Trägermaterial können eingelernt und die Materialparameter direkt im Sensor gespeichert werden. Zusätzlich lassen sich auch Materialparameter zur Spleißerkennung in der Rezeptverwaltung hinterlegen, sodass Materialübergänge zuverlässig erkannt und verarbeitet werden. Alle gespeicherten Einstellungen sind jederzeit abrufbar. Ein erneutes Einlernen der Materialien entfällt.

Prozesssichere Etikettenerkennung bei hohen Bahngeschwindigkeiten

Der Ultraschall-Etikettensensor esf+1 erkennt hochtransparente, reflektierende und metallisierte Etiketten unabhängig von Farbe zuverlässig und berührungslos. Mit seiner Messzykluszeit von nur 150 μs eignet sich der Sensor für hochdynamische Etikettierprozesse und kurze Etikettenabstände. Die flache Bauform ermöglicht die Montage direkt an der Spendekante, während IO-Link und integrierte Rezeptverwaltung schnelle Produktwechsel ohne erneutes Teach-in unterstützen.